Ablabla

David Olatukunbo Alaba wurde am 24. Juni 1992 geboren und ist ein recht passabler professioneller Fußballspieler. Sein derzeitiger Arbeitgeber ist die FC Bayern München AG, deren erste Mannschaft der Herren in der sogenannten Bundesliga, der höchsten Spielklasse im deutschen Profifußball, spielt. Das alles ist noch nichts Besonderes, aber jetzt kommt’s: Herr Alaba ist österreichischer Staatsbürger und zwar seit immer schon. Mit original Wiener Akzent! Das weiß natürlich in Ösiland jedes Kind, mit Ausnahme vielleicht des amtierenden Tiroler Landeshauptmannes und selbst ernannten Fußballexperten Günther Platter, der im Zuge eines Freundschaftsspiels der Österreichischen Nationalelf glaubte, David Alaba in gebrochenem Hauptschulenglisch ansprechen zu müssen.

Natürlich ist Fußballösterreich stolz auf David Alaba, ist er doch seit mittlerweile mehreren Dekaden der erste Fußballprofi aus der Alpenrepublik, der es zu internationalem Format gebracht hat. Das wissen auch die Mitglieder der ORF Online Sportredaktion. Und an dieser Stelle muss man diesen Damen und Herren wirklich ein Kompliment aussprechen, ein Kompliment für ihre unglaubliche Kreativität, den Namen David Alaba in so gut wie jeden Fußballartikel einfließen zu lassen. Jedes Mal, wenn ich beim Lesen eines Berichtes denke, dass es da nun völlig unmöglich wäre, Herrn Alaba zu erwähnen, schaffen sie es irgendwie doch, holprig und dahergewürgt zwar, aber immerhin. Egal ob es um El Clásico in Spanien, um einen Transfer eines italienischen Spielers von Galatasaray zu Beşiktaş oder um ein kurioses Elfergoal in der Premier League geht, David darf nicht fehlen. Ich freu‘ mich schon auf den Moment, wenn Herr Alaba vom ORF erstmals in Artikeln über Springreiten, Synchronschwimmen oder Tischtennis Einzug halten wird. Ich bin überzeugt, es wird nicht mehr lange Dauern, und David Alaba wird es auch in die restlichen Nachrichtenmeldungen des ORF schaffen: «Gestern nahm Bundeskanzler Werner Faymann in Abwesenheit von David Alaba, Österreichs Sportler der Jahre 2013/14 und Spieler des FC Bayern München, zu den Attentaten in Paris Stellung. Er drückte seine tiefe Betroffenheit aus und sagte sinngemäß dasselbe, was er auch zu David Alaba sagte, wenn er den österreichischen Nationalspieler telefonisch erreicht hätte. Leider konnte jedoch Herr Alaba aus terminlichen Gründen den Anruf des österreichischen Bundeskanzlers nicht entgegen nehmen.»

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