Also,… also,… also, das ist so…

Um die heutige blogse drücke ich mich bereits seit Tagen herum. Ebenso lange hoffe ich schon, dass ich sie gar nicht erst zu schreiben brauche, aber dieser Wunsch bleibt wohl unerfüllt. Allein der Gedanke daran bereitet mir körperliche wie seelische Schmerzen. Schreckliche Schmerzen. Grausame, schier unerträgliche. Dieser Druck… boa, furchtbar, wirklich extrem furchtbar, echt jetzt. Ich weiß nicht, wie ich beginnen soll, wie ich es ausdrücken kann. Es tut weh, mir ist schlecht. Ich bin nur ein Schatten meiner selbst, so bedrückt mich diese enorm belastende Bürde, all das hier schreiben zu müssen. Aber mit so einer blogse ist eben auch Verantwortung verbunden. Das ist nicht nur Jux und Tollerei! Ganz sicher nicht! Und ganz besonders jetzt nicht. Aber mir ist klar, dass ich mich genau dieser Verantwortung stellen muss. Früher oder später… Na gut, was sein muss muss sein und immerhin, es ist allemal besser, ihr erfährt es von mir in behutsamer und einfühlsamer Weise, als irgendein dahergelaufener Pfrotz klatscht es euch unbarmherzig und direkt ins Gesicht.

Pffffffffff.

Vielleicht beginne ich einfach mit der guten, mit der überaus erfreulichen Nachricht. Unsere Elf, ha?! Ja, unsere Jungs! Die haben doch tatsächlich die Quali mit Bravour gemeistert und dürfen sich absolut zu Recht Gruppensieger der Gruppe G nennen. Bravo!

Bravo! Bravo! Bravo! Super! Toll!
Gut gemacht!

Ihr seht schon, ich schinde Zeit. Das stimmt. Das mache ich. Ich mache das, weil es mir eben so schwer fällt. Mir fehlen die Worte. Wie soll ich es euch nur sagen. Gott, ist mir schlecht. Also das Match gegen Schweden… grandios, oder? Die blauhoserten Gelbnasen aus dem hohen Norden wurden samt ihres egozentrischen Superstars regelrecht an die Wand genagelt. Wahnsinn!! Und zudem hat es auch noch wie Fußball ausgesehen! Wie richtig echter Fußball! Geil! Also die hatten ja nicht den Funken einer Schassä, wie der Kaiser Franz Beckenbauer sagen würde… nicht den Funken! 22 Punkte nach acht Partien! Wumm!

Wir sind nicht Europameister. Oooooch, es ist raus. Ich hab’s geschafft. Jetzt geht es mir ein wenig, ein ganz klein wenig besser. Weltmeister übrigens auch nicht. Doppelschlag, tut mir leid, aber das musste sein. Und damit wir die Drei voll bringen, kommt jetzt noch einer drauf: Wir werden beides in absehbarer Zeit auch nicht werden. Ich weiß, das tut weh. Sehr sogar, vor allem nach diesem gewaltigen Zunami der kollektiven Euphorie. Aber besser, ihr erfährt es hier und jetzt bei mir im kleinen, behüteten Kreis, als wenn es euch ein bösartiger Spanier, Deutscher oder Franzose im ungeschützten und weltumspannenden Internetz bei Twitter, Facebook und co vor versammelter Mannschaft brühwarm unter die Nase betoniert.

Ich lass‘ euch drei jetzt besser allein. Dich, deinen Schmerz und den harten Boden der Realität.
Das wird schon wieder. Kopf hoch! Das Leben geht weiter.
Jetzt komm! Es ist doch nur ein Spiel!

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