Du Fummel!

Eine Fummel ist toll. Ich liebe die Fummel. Die Fummel ist unantastbar genial. Bei einer Fummel weiß man nie so genau, woran man ist. Die Fummel ist irgendwie undefiniert, weder eindeutig negativ noch positiv. Und das Beste ist: Man kann die Fummel sowohl bei Männern als auch bei Frauen anwenden. Die Fummel funktioniert immer! Wie? So!

Jemand postet irgendeinen Schmunz in einem Sozialen Netzwerk oder auf einer Kommentarseite und man will dem widersprechen, sich aber auf keine langatmige und sinnentleerte Diskussion einlassen, aber trotzdem am Ende Recht bekommen. Dann ist die Fummel von unschätzbarem Wert. Und so funktioniert’s:
Der/Die schreibt also Schmunz.
Ich schreibe dann drunter: So’n sowieso, das ist so und so und überhaupt stimmt dies und das, (und jetzt kommt’s:) du FUMMEL!
(’sowieso‘, ’so und so‘ als auch ‚dies und das‘ sind Variablen, die noch mit Sinnhaftigkeiten befüllt werden müssen)

Nun schreibt das Gegenüber ausnahmslos Sätze zurück wie: ‚Nenn‘ mich nicht Fummel!‘ oder ‚Selber Fummel!‘ oder ‚Fummel, was’n das?‘ oder Ähnliches. Das Gegenüber schreibt aber niemals ein Gegenargument zu deinem Post und widerspricht somit nicht, sondern gibt dir indirekt Recht. Wichtig ist jetzt nur noch, auf die Fummelanmache NICHT zu reagieren, sondern gar nix mehr zu schreiben, denn somit hat man das digitale Duell gewonnen, und zwar für immer.
Fällt nämlich jetzt die Reaktion aus, ist es dem Gegenschreiber zu blöd, das Fummelthema zu lassen und wieder zur ursprünglichen Diskussion zurückzukehren, weil da schlicht und ergreifend keinem mehr eine passende und vor allem originelle Überleitung einfällt. Diese Türe ist also zugeschlagen. Und schon verlässt man als strahlender Sieger das Feld!

Fummel, ich liebe dich!

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