from face to commercial

Diese Woche hat das letzte meiner Fibs im FB das selber Schreiben und etwas Posten eingestellt. Auf Rückfrage bekam ich schulterzuckend die lapidare Antwort: «Keine Lust mehr.» Zu Beginn von FB konnte man sich vor Statusmeldungen kaum retten. Man durfte, ja musste mehr lesen als man zu lesen interessiert war. Wann wer was auf dem Klo erschaffen hat, wo wer wen getroffen und was wann von wem gemacht wurde. Urlaubsfotos, Beziehungsstatusänderungsmeldungen, neu geschlossene Freundschaften ergänzten das Sammelsurium an Statusmeldungen. Ein Post erfreute sich teilweise bis zu 100 und mehr Kommentaren. Nun, das ist jetzt vorbei. Die Professionisten haben FB nun allein in der Hand. Kommerzielle Seiten und bezahlte Schreiberlinge von Presse oder Prominenten haben das Zepter übernommen. Das soziale netzwerken in sozialen Netzwerken hat sich auf passiven Konsum von Werbung und Information reduziert. Die Gesichter, die dereinst das book ausgemacht haben, sind in Richtung WhatsApp, Twitter und co abgewandert. Dort wird aber nix mehr geschrieben, sondern mit verstümmelten Silben und Satzfetzen gespickt mit Emojis und Selfies die alte Selbstdarstellungssucht neu interpretiert. Bin gespannt, wie lange es das book noch geben wird. Der Riese ist angezählt, schauen wir mal, wann er fällt.

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