aber, aber!

Das Aberdilemma.

Ich wünsche mir eine aberlose Sprache.
Ich mag das Aber nicht.
Das Aber wirkt vordergründig harmlos, verständnisvoll und freundschaftlich.
Gerade das ist das Aber nicht.
Das Aber ist besserwisserisch, oberlehrerhaft und falsch.
Das Aber ist feindlich und ablehnend.
Das Aber gaukelt ein Wir vor und besteht in letzter Konsequenz auf das Du.
Das Aber schickt etwas Versöhnliches voraus, um dann das Gehässige um so gehässiger loswerden zu können.
Das Aber täuscht Verständnis vor.
Das Aber lacht dich erst freundlich an, damit es sich leichter nähern kann, um dir dann bei erst sich bietender Gelegenheit das Messer in den Rücken zu stoßen.
Das Aber muss weg! Weg mit dem Aber!
Die Welt wäre ohne Aber eine bessere. Viel bessere.
Das Aber huldigt dem Sprecher und schmäht andere, meist schwächere.

Beispiele gefällig?

Ich bin ja ein sehr toleranter Mensch, aber diese Schwuchteln gehören weggesperrt.
Ich habe wirklich nichts gegen Ausländer, aber die meisten sind  Verbrecher und Drogenhändler.
Ich mag Frauen sehr, aber die gehören nach Hause zu den Kindern.
Natürlich muss man Flüchtlingen helfen, aber das sind ohnehin nur arbeitsscheue Verräter.

Das Aber muss weg.
Und zwar ohne wenn und aber.

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